Heute ist weltweiter Frauentag. Mariam von Wiener Portraits und ich haben uns deswegen zusammengetan, um eine wichtige Message in die Welt hinauszuschicken. Dabei haben uns 38 Wienerinnen geholfen.

Es gibt nämlich einiges, das wir auch noch im Jahr 2017 klarstellen müssen. Wir dürfen nicht vergessen, wie viel Ungerechtigkeit Frauen widerfährt und das nur aufgrund unseres Geschlechts. Frauen verdienen in Österreich weiterhin 22,4 Prozent weniger als Männer. 74,2 Prozent der Frauen in Österreich fühlten sich in ihrem Leben schon einmal sexuell belästigt. Laut dem Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums wird es in Österreich noch 170 Jahre dauern, bis Männer und Frauen die gleichen Chancen erhalten.

Das sind nur ein paar Zahlen, die sich auf Österreich beziehen. Blicken wir über diesen Tellerrand, sind die Zahlen erschreckend: Jeder vierte Europäer glaubt, dass Frauen unter gewissen Umständen selbst schuld seien, wenn sie vergewaltigt werden. Ein polnischer EU-Parlamentarier ist der Meinung, dass Frauen weniger verdienen müssen als Männer, weil sie schwächer, kleiner und weniger intelligent sind.“ Der amtierende Präsident der USA ist ein sexistischer und rassistischer Narzisst.

All diese Missstände und noch viele mehr haben Mary und mich dazu veranlasst, unsere Solidarität gegenüber allen Frauen auf dieser Welt kundzutun. Wir sind nicht das schwache Geschlecht. Wir haben das Recht auf gleiche Bezahlung bei gleichen Kompetenzen. Unser Nein bedeutet immer Nein. Unsere Röcke sind keine Einladung, niemals. Wir sind nicht weniger wert, weil wir ein Kopftuch tragen oder schwarze Haut haben. Wir sind keine Schlampen, wenn wir mit mehr als einem Mann Sex haben. Wir sind Feministinnen, aber keine Männerhasserinnen. Wir stehen für Gleichberechtigung ein, deswegen sind wir keine Zicken. Manchmal lieben wir Frauen, manchmal Frauen und Männer, unsere Sexualität macht uns aber nicht zu weniger wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft. Wir müssen nicht mit Puppen spielen. Wir müssen auch nicht 90-60-90 Maße haben, um schön zu sein. Wir sind gute Führungskräfte und nicht „zu emotional für den Job“. Wir sind manchmal vielleicht kleiner, aber sicher nicht schwächer oder weniger intelligent.

Unsere Kampagne soll für Gleichberechtigung, Vielfalt und Solidarität stehen. 38 Frauen haben sich mit Mary und mir zusammen getan, um genau diese Werte zu vermitteln. Danke Sophie, Hatice, Melisa, Anna, Marlene, Parvin, Sandra, Nozomi, Emina, Johanna, Barbara, Reyhan, Eduarda, Nihal, Sara, Mona, Kafeela, Jessica, Alexa, Jaqueline, Gabriele, Gabyta, Selina, Damilola, Nadia, Jaqueline, Naomi, Audrey, Laurel, Katie, Janet, Ruth, Corina, Julia, Damaris, Lara, Sara, Ana. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Ihr alle zeigt, dass wir viel sind, aber mit Sicherheit nicht das schwache Geschlecht. All diese Frauen wurden entweder von Mary porträtiert oder haben bei Wiener Portraits maßgeblich mitgewirkt oder wurden von mir für meine Fotostrecke „GRLPWR – support your local girl gang“ schon fotografiert oder werden demnächst vor meiner Linse stehen.

Unsere Stadt geht als phänomenales Vorbild voraus, also hoffen wir, dass es uns die gesamte Welt gleich tut.  Lasst uns zueinander stehen, völlig unabhängig von Herkunft, Religion oder Sexualität. Es ist Zeit, veraltete Geschlechterrollen aufzubrechen. Es ist Zeit, dass wir alle gemeinsam für unsere Werte einstehen. Tanzen wir uns unseren Weg in die Gleichberechtigung.

Dieses Video ist für jede Frauen da draußen, wir feiern euch, denn jeder Tag ist unser Tag!

Das sind unsere Girlgangs:

 

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