Kennt ihr das, wenn ihr Tag für Tag aufsteht, 100 Prozent gebt und abends so totmüde ins Bett fallt, das keine Zeit mehr für irgendwelche Hobbys bleibt? So ging es mir die letzten Wochen meistens. Ich bin schnell zu der Erkenntnis gekommen: Ich brauche eine kurze Pause. Nicht über einen längerfristigen Zeitraum, denn ich liebe meine Arbeit und meine Projekte. Aber Arbeit ist Arbeit. Morgens, wenn ich aufstehe, checke ich immer zuerst die neuesten News, scrolle auf Facebook runter und rauf und denke darüber nach, worüber ich schreiben könnte. Welches Fotoprojekt ich mir diesen Monat vornehmen soll. Wie ich meine Art zu sprechen und meine Ausdrucksweise verbessern kann.  Das saugt Energie. Deswegen musste ein kurzer Trip her, am besten ganz ohne Internet.

Sauberes Meer und gutes Essen

Ich bin ein großer Fan von Kroatien. Das hat mehrere Gründe. Erstens ist es nicht weit weg von  Österreich und man kann auch übers Wochenende Sonne tanken. Das Meer ist irrsinnig sauber, ich habe fast nur positive Erfahrung mit den Menschen dort gemacht, zudem ist BKS (Bosnisch/Kroatisch/Serbisch) meine Muttersprache. Das Essen ist super, das Land ist hundefreundlich und generell sehr entspannt. Außerdem hat Kroatien irrsinnig viel zu bieten: Berge, Meer, tolle Wälder. Ideale Voraussetzungen also.

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Das Atelier

Wir haben uns für diese Unterkunft entschieden. Ein guter Freund einer Bekannten (immer diese Freunderlwirtschaft!) hat ein altes Steinhaus zu einem gemütlichen Atelier umgebaut. Das Haus liegt in dem kleinen Dorf Zvoneca, acht Kilomenter von Opatija.

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Vedran, der Besitzer, ist ein sehr bemühter und total entspannter Künstler. Wir haben ihn in dem Fischerdorf Volosko ein paar Mal zufällig getroffen. Das war fast so als würden wir ihn schon länger kennen, ziemlich cool. Achtung: Ihr müsst einheizen, nachts wird es nämlich ziemlich kalt. Im Sommer ist das aber wahrscheinlich sehr angenehm. Hunde sind übrigens erlaubt und zur Begrüßung gab es Honigschnaps.

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Vedran hat uns ein paar Tipps aufgeschrieben, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Vor allem das Bistro Ribarnica in Volosko hat es uns angetan. Das Lokal ist ziemlich unscheinbar, es gibt nur wenig Sitzplätze draußen und auch nicht viel Auswahl. Aber der frische Fisch ist der Hammer. Unbedingt den Kartoffelsalat dazubestellen. Wir waren die meiste Zeit in Volosko, weil es einfach ein sehr charmantes Örtchen ist. Wenn ihr dort seid: Holt euch einen Kuchen bei „Kao Kakao“, es gibt auch vegane Alternativen. Am Ende des Beitrags findet ihr eine genaue Auflistung mit Supermärkten und Restaurants!

Tito chillt wie immer.

Tito chillt wie immer.

Wir wollten unseren Spontantrip in letzter Sekunde (also einen Tag davor) wieder absagen, weil die Wettervorhersage eine Katastrophe war. Im Endeffekt sind wir dann doch gefahren und mussten uns dort sogar Kleidung kaufen, weil wir nur langärmelige Shirts und Hosen mithatten.

Indiana Jones-Feeling

Wer denkt, dass wir die ganze Zeit gechillt und gegessen haben, der irrt sich. Tito und ich waren sogar im Meer schwimmen, obwohl es noch nicht so warm ist  – ich schätze, es hatte 15 Grad. Für die Wanderer unter euch: Der Naturpark Ucka ist sehr zu empfehlen, da gibt es einige ziemlich coole Spots.

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Und noch ein ganz heißer Tipp: Die Ranch Bubac. Wir haben sie nur zufällig entdeckt, weil wir gerade die Wälder erkundet haben. Sonntagfrüh sind wir dann noch reiten gegangen. Wir haben eine einstündige Reiteinheit gebucht und waren in der umliegenden Gegend unterwegs. Pro Person haben wir 100 Kuna, circa 13 Euro gezahlt – also quasi nichts. Ich habe mich während des Reitens wie Indiana Jones gefühlt. Teilweise war nämlich kein Weg vorhanden. Echt ein Erlebnis und da wir nur zu zweit mit dem Führer unterwegs waren, hat es sich nicht wie eine Touri-Aktion angefühlt. Kein Massentourismus, keine Ausbeutung der Tiere. Übrigens lebt Brnjo, das älteste Pferd Kroatiens, auf der Ranch. Er ist ganze 41 Jahre alt.

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Ich reite natürlich nicht auf Brnjo.

 

Das älteste Pferd Kroatiens!

Das älteste Pferd Kroatiens!

 

Hier geht es zum zweiten Teil des Trips.

Tipps

Die besten Restaurants in der Nähe von Zvoneca

Opatija

  • Roko
  • Ruzmarin
  • Bocarija

Volosko

  • Ribarnica
  • Moho
  • Kao Kakao

Kastav

  • Loza
  • Fortica

Lovran

  • Lovranski Pub
  • Delfino
  • Knezgrad

Die nähesten Mini-Markets

  • Brgud
  • Jurdani
  • Permani

Achtung: sonntags geschlossen

Die nähesten Supermärkte

  • Matulji – Lidl, Konzum, Plodine
  • Opatija – Billa

Täglich bis 22 Uhr geöffnet!

Anfahrt

Wir sind über die A2 und A1/E57 gefahren und haben knapp fünf Stunden gebraucht. Ich kann euch die App maps.me ans Herz legen. Ihr könnt euch so Routen für ganze Länder runterladen, die ihr auch offline aufrufen könnt. Manchmal macht die App ein paar Fehler, trotzdem war sie sehr hilfreich.

 

// Alle Fotos von Marko Mestrovic und mir //