Ja, echt jetzt. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich monatelang überlegt habe, ob ich mich wirklich „drübertraue“ und einen Blog starte. Selbst als ich mit dem Konzept und dem Erstellen des Blogs begonnen habe, war ich mir nicht sicher, ob ich wirklich online gehe. Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass ich viel zu viel darüber nachgedacht habe. Als hätte ich nicht schon eine Website gehabt – das kann man also auch gerne als Relaunch sehen. Wie auch immer.

Meine engsten Freunde und vor allem mein Freund wissen nur zu gut, wie lange ich gegrübelt habe. An dieser Stelle: Danke, dass ihr mir auch nach dem xten Mal gesagt habe, dass ich das unbedingt machen soll und meine Unsicherheit ertragen habt. Einer der ausschlaggebende Punkt war wohl als ein guter Freund, der übrigens ein Online-Genie ist und schon im zarten Alter von 16 Jahren eine Website für einen Betrag im vierstelligen Bereich verkauft hat, kürzlich meinte: „Wieso solltest du keinen Blog starten? Du hast doch alles, was es dafür braucht.“

Also bin ich in mich gegangen. Was möchte ich machen? Wo liegt meine Leidenschaft, was macht mir Spaß? Ganz klar war bisher immer: Das Schreiben. Immerhin verdiene ich als Journalistin genau damit meine Brötchen. Mit der Zeit ist aber mehr dazugekommen, nämlich das Fotografieren. Das hat einerseits den einfachen Grund, dass ich in meinem Beruf viel mit Fotografie zu tun habe. Andererseits ist mein Freund Marko Fotograf und hat mich mehr oder weniger in die Welt des Visuellen eingeführt.

Ein Blog mehr.

Ganz genau. In letzer Zeit sind ziemlich viele Blogs aus dem Boden geschossen und auch das hat mich nicht unbedingt, sagen wir, sicherer gemacht. Versteht mich nicht falsch: Ich bin die Allerletzte, die auch nur im Entferntesten an irgendeinem Konkurrenzdenken interessiert ist, ganz im Gegenteil.

Schon damals, vor rund sechs Jahren, als ich mit dem Schreiben begonnen habe, gab es irrsinnig viele (begabte) Jungjournalisten. Ich weiß also, dass die Medienbranche ein ziemlich hartes Pflaster ist. Trotzdem habe ich meinen Platz gefunden. Viel wichtiger als die Anzahl der Blogs ist außerdem: Ich kreire gerne kreativen Content. Ich will meiner Leidenschaft nachgehen. Und das weite ich jetzt einfach aus, haha! Als Journalistin befasse ich mich sehr oft mit gesellschaftspolitischen Themen, das wird auch hier so bleiben. Zusätzlich möchte ich diese Plattform nutzen, um mehr Persönliches einzubringen und schöne und inspirierende Momente festzuhalten.

Neben dem Schreiben liebe ich es zu reisen. Ich liebe es neue Orte zu erkundigen. In Straßen großer Städte verloren zu gehen, stundenlang im Wald herumzuirren und dadurch wunderschöne Plätze zu entdecken und das Ganze in Worten und Bildern festzuhalten. Also vielleicht einen Reiseblog starten? Das war mein erster Gedanke. Ja, es wird ganz viel ums Entdecken und Reisen gehen, aber das allein will ich nicht. Ich habe lange gedacht, es sei das Beste, wenn ich mich nur auf eine Sache konzentriere und die „richtig mache“. Dann habe ich eingesehen: Das Beste wofür? Ich kann doch machen, was mir Spaß macht.

Fotos, Fotos, Fotos.

Deswegen gibt es mehrere „Standbeine“ auf meinem Blog, wenn man es so nennen will. Denn da wäre noch die Fotografie. Um ehrlich zu sein habe ich mich lange nicht getraut, laut auszusprechen, dass ich mich intensiv mit Fotografie beschäftigt habe. Keine Ahnung, wieso genau… Ich kenne relativ viele Fotografen, verfolge viele internationale und bewundere sie alle für ihre Arbeit. Ich hatte ein bisschen Sorge, von ihnen belächelt zu werden. Doch das Gegenteil war der Fall: Ich bin auf positives Feedback gestoßen. Boah, war ich froh darüber. Ach ja und obviously habe ich auch kein Problem damit, selber vor der Linse zu stehen. Das hat wohl kein Blogger, den ich kenne.

Ich wusste lange nicht, wohin mit den Ideen, die mir im Kopf schwirren. Die kann ich nun hier veöffentlichen und ich bin richtig aufgeregt. Wie ein kleines Kind, das gerade ein neues Spielzeug in die Hand gedrückt bekommen hat und vom ersten Augenblick an weiß, dass dieses Spielzeug zum Lieblingsspielzeug wird. Apropos Spielzeug: Ich habe mir kürzlich meine erste Kamera zugelegt. Also neben meiner geliebten analogen Kamera, der Yashica T4 und meiner Polaroid-Kamera. Aber dazu bei einer anderen Gelegenheit mehr…

Last but not least ist mir noch eine letzte Idee gekommen, über die möchte ich aber noch nicht so viel erzählen. Die meisten Blogger in Wien befassen sich mit den Themen Fashion, Beauty und Fitness. Das ist gut und wichtig, denn jeder von uns braucht Inspiration und die Mädels und Jungs haben es wirklich drauf. Das werdet ihr hier aber nicht finden. Dafür gibt es schon sehr gute Seiten, meine Interessen liegen auch einfach wo anders.

Ok, das waren jetzt mehr Zeilen als ich eigentlich geplant hatte. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zukunft. Wer bis jetzt gelesen hat: Danke, you rock! Haha!