Nein, ich bin kein Faulsack, der nicht Vollzeit arbeiten will und lieber chillt. Aber ich war schon immer der Meinung, dass Menschen produktiver sind, wenn sie weniger Stunden im Büro sitzen und die Zeit, die sie vor dem Computer verbringen, dafür intensiv nutzen.

Deswegen bin ich auch sehr froh, nur 30 Stunden pro Woche zu arbeiten. Also okay, natürlich arbeite ich sehr viel mehr. Ich bin 30 Stunden bei BIBER angestellt, gleichzeitig moderiere ich für Okto TV,  fotografiere, mache manchmal bei Werbungen mit und da wäre ja auch mein Blog…. Alles in allem arbeite ich also eh weitaus mehr als 30 Stunden die Woche. Der springende Punkt ist aber der: Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwo 40 Stunden zu arbeiten und jeden Tag im Büro sitzen zu müssen. Bei BIBER ist es leichter, da arbeite ich auch mal von Zuhause oder unterwegs aus. Hinzu kommt, dass mir meine Arbeit großen Spaß macht.  Alles andere wäre gar nicht mein Ding. Ich weiß, ich lebe ein Luxusleben, aber wäre mein Job langweilig, würde ich ihn einfach nicht so gerne machen wollen.

Es geht nicht nur mir so!

Das wird jetzt kein Generationen-Text, keine Sorge. Aber ich kenne sehr viele engagierte und fleißige Menschen in meinem Alter, denen es ähnlich wie mir geht. Unsere Prioritäten sind einfach anders gewichtet. Wir streben ein ausgewogenes Leben an und wollen uns im Job verwirklichen. Das heißt aber nicht, dass wir keinen Bock auf Arbeit haben. Dass ich keinen völligen Unsinn erzähle, zeigt die schwedische Stadt Göteburg. Dort wurde ein 6-Stunden-Arbeitstag mit vollem Gehalt eingeführt. Das Ergebnis war toll: Weniger Krankenstände, geringere Überstunden und glücklichere Mitarbeiter. Das klingt doch ziemlich gut, oder nicht?

Außerdem sind Experten schon lange für kürzere Arbeitszeiten, Wissenschaftler haben mehrfach nachgewiesen, dass die Zufriedenheit und Produktivität der Angestellten steigt. Die Zeit hat kürzlich darüber berichtet. In dem Artikel erklärt K. Anders Ericson, der Arbeitspsychologie-Experte ist, dass Menschen nur vier bis fünf Stunden konzentriert und produktiv arbeiten können. Danach verbessert sich ihre Leistung nicht oder geht sogar zurück. Ich weiß also nicht, wie es euch geht, aber mich überzeugen diese Argumente allemal. Hoffentlich tastet sich ein österreichisches Unternehmen bald an dieses neue Arbeitssystem heran.