„In der Kreativbranche geht es wie in jeder anderen Branche auch um Marktbeherrschung, Ausdauer und Macht. Vor allem Letzteres bleibt Männern überlassen. Einer Frau wird von Anfang an beigebracht, dass ihr Erfolg von ihrem Aussehen abhängig ist – ganz egal was sie macht. Hollywood vermittelt uns, dass Frauen unglaublich unsicher sind und, dass sie schön und sexy sein müssen, um Power zu haben. Wenn doch einmal eine weibliche Führungsperson vorkommt, ist diese die eiskalte bossy Bitchlady, die alles andere aufgegeben hat, um Erfolg zu haben.

Gleichzeitig jammern viele kreative Menschen. Jeder ist talentiert und glaubt, wie wichtig es ist, der Welt ihre Kunst zu präsentieren und selbstverständlich versteht niemand den wahren Wert dieser Kunst. Kreative träumen groß ohne zu realisieren, dass sie klein starten müssen. Sie wollen alles, sie wollen es jetzt. Die langweilige Realität ist, dass die meisten Menschen dann erfolgreich sind, wenn sie jahrelang viel riskiert und gekämpft haben und oft gescheitert sind. Wartet nicht darauf, dass eine bekannte Persönlichkeit euch auf der Straße erkennt – das wird nicht passieren. Wenn du ins Big Business einsteigen möchtest, musst du dich richtig ins Zeug legen.

Und nachdem du ein gewisses Level an Erfolg erreicht hast, glaubst du vielleicht, dass du zu gut bist für Geschirr abwaschen, Wäsche machen oder Boden schrubben: Das stimmt aber nicht. Ich weiß, es klingt banal, aber man darf nie vergessen, woher man kommt und wer von Anfang an an einen geglaubt hat. Bleib dem Beginner treu, der du mal warst. “

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